Inhalte der Bodhisattva Schule

Die Wirkebenen des Bodhisattva-Ansatzes

Die Ausbildung zum Begleiter in integraler Tiefenspiritualität behandelt drei Wirkebenen welche durch die gesamte Ausbildung erkundet und vertieft werden:

 1. Die Kraft stiller Vermittlung

 2. Einfühlsames Begegnen

 3. Wirkungsvolle Zugänge und Hilfsmittel

tl_files/bodhisat/Wirkebenen.jpg



Im Folgenden werden diese Wirkebenen näher erläutert.

Stille Vermittlung

Wer die Begegnungen mit Padma Wolff und Torsten Brügge aus ihren Satsang-Veranstaltungen kennt, weiß: Allein das Zusammensein in Stille mit den beiden und der Gruppe der Anwesenden hat eine große befreiende Kraft. Ganz von alleine kommt das suchende und sorgende Denken zur Ruhe. Einblicke in die Stille unseres wahren Seins offenbaren sich mühelos. Wer sich auf die Stille einlässt, erfährt in ihr Erleichterung und Unterstützung darin, sich in innerem Frieden zu gründen und zu vertiefen. Dies geschieht oft so leicht und spontan, so von selbst und natürlich, dass es geradezu magisch erscheint, obwohl eigentlich nichts getan wird – oder gerade weil nichts getan wird.
Diese spirituelle Kraft des Satsangs ist die Grundlage und das Kraftfeld in dem wahrhaftige Begegnung stattfindet. Und sie stellt auch den atmosphärischen Raum der gesamten Ausbildung dar. Praktisch bedeutet dies, dass es auch in den Treffen der Ausbildungsgruppe immer wieder Zeiten der stillen Meditation, des mühelosen Zurücksinkens in die Stille geben wird.
Padma und Torsten ist es wichtig, all ihre Arbeit aus der Entspannung und Stille unserer wahren Natur geschehen zu lassen. Diese Haltung stellt für sie auch die Grundlage des Begleitens anderer Menschen dar. Die Kraft stiller Vermittlung wird auch in den Sitzungen der Bodhisattva-Begleitung einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Stille wirken zu lassen ist ein wesentliches Element der Arbeit mit Klienten. Deshalb werden die Teilnehmer der Ausbildung wirksame Zugänge zu innerer Stille kennenlernen, die sie sowohl für sich selbst als auch in der Begleitung von Klienten anwenden können.

Einfühlsames Begegnen

Sind wir in der Stille unserer wahren Natur gegründet und mit offenem Herzen gegenwärtig, so stellt sich ganz natürlicherweise ein einfühlsamer Kontakt zu unserem Gegenüber ein. Wir sehen in ihm oder ihr die immer gegenwärtige Weisheit und Schönheit der Essenz des Seins, in dieser individuellen Form verkörpert. Zugleich sind wir fähig, uns in die Wahrnehmungs- und Bedeutungswelt des Anderen einzufühlen, ohne uns darin zu verlieren. Je mehr wir aus unserer persönlichen Trance aussteigen, umso freier und klarer können wir die Welt des Anderen wahrnehmen, annehmen und uns auf seine Wellenlänge einschwingen.

tl_files/bodhisat/Begleitung.jpg

Dann ist es möglich, spontan und aus der Quelle unseres Erfahrungsschatzes von „geschickten Mitteln“, den Anderen darin zu unterstützen, seine Trance des Leidens zu durchschauen und aufzulösen.
Die Ausbildung zum Begleiter in integraler Tiefenspiritualität wird einen bewussten Umgang mit der Rolle als Helfer oder Begleiter beleuchten. Welche Haltung nehmen wir als Begleiter ein? Wie begegnen wir dem Andren liebevoll und klar? Wie können wir unserem Gegenüber dort helfen, wo er oder sie es gerade braucht?  Welche Fallstricke und Stolpersteine in der Rolle eines „Helfers“ gibt es?
 
Neben solchen praktischen Fragestellungen wird in der Ausbildung auch ein theoretisches Rahmengebäude eingeführt. Dieses erleichtert es, Bedürfnisse und Ressourcen, aber auch Krisen und Verwirrung der psycho-spirituellen Entfaltung bei uns selbst und anderen zu erkennen. Hierbei finden auch Ansätze der humanistischen und transpersonalen Psychologie (vor allem das „Integrale Modell“ von Ken Wilber) Eingang.

Weiterhin werden die Teilnehmer der Ausbildung, insbesondere im Vertiefungskurs „spirituelle Begleitung“, praktische Erfahrung in der Begleitung anderer Menschen sammeln.

 

Geschickte Mittel

Durch die Inspiration ihrer Lehrer und eigene langjährige Lebens- und Lehr-Erfahrung haben Padma und Torsten vielfältige Zugänge zu tiefgreifender Selbst-Erkenntnis kennen- und weiterzugeben gelernt. In der Bodhisattva-Ausbildung werden sie den Teilnehmern zahlreiche Hilfsmittel aus diesem Erfahrungsschatz systematisch nahebringen und erfahrungsorientiert vermitteln.


Diese Hilfsmittel dienen der Entdeckung und Vertiefung befreiender Selbst-Erkenntnis der Teilnehmer. Zugleich werden die Teilnehmer dahin geführt, selbst solche Hilfsmittel in der Begleitung anderer Menschen anzuwenden und sie kompetent begleiten zu können. Torsten und Padma werden dabei aus einem breiten Spektrum von traditionellen sowie modernern spirituellen und psychologischen Ansätzen schöpfen. Dabei fühlen sie sich sowohl dem mystischen Kern der östlichen und westlichen Weisheitslehren, als auch neueren Ansätzen der Verbindung von Spiritualität und Psychologie gleichermaßen zutiefst verbunden. 

tl_files/bodhisat/Geschickte Mittel.jpg


Zu letzteren zählen sie zum Beispiel die Vermittlung von Lehrern wie Gangaji, Eli Jaxon-Bear (Leela-Therapy), Eckhardt Tolle und Byron Katie (the work).
Einen theoretischen Rahmen für die Ausbildung in der Bodhisattva Schule bilden sowohl östliche Philosophien, z.B. Advaita, Taoismus und buddhistische Sichtweisen, als auch Einsichten der christlichen Mystik, sowie Ansätze der humanistischen und transpersonalen Psychologie. Ein umfassendes Rahmengebäude für die Integration aller Perspektiven stellt dabei das „Integrale Modell des Bewusstseins“ von Ken Wilber dar, welches in der Ausbildung behandelt wird.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Ausbildung besteht in der Beschäftigung mit dem spirituellen Enneagramm und Elementen der von Eli Jaxon-Bear entwickelten Leela-Therapy.
Torsten und Padma sind auch offen für die Bedürfnisse und Interessen der Teilnehmer, die sich im Laufe der Ausbildung zeigen, und können das Ausbildungsprogramm dement-sprechend gewichten oder abändern. Auch die unmittelbaren „Selbst-Erforschungs-Dialoge“– wie sie aus dem Satsang mit ihnen bekannt sind – stellen einen festen Bestandteil der Ausbildung dar. Hier können auftauchende Schwierigkeiten – aus welchem Lebensbereich auch immer, einschließlich einer beginnenden oder sich wandelnden professionellen Praxis – im Geiste der Selbsterforschung erkundet und gelöst werden.